Deutsch Ausländische Metallerinnen und Metaller







Rohrleitungsfertigung wird ausgelagert













zurück

Nach mehreren Anläufen schafft man es doch, dass das Werk Hamburg nicht nur am Standort Bostelbek produziert. Nach dem der Auszug auf das Harms-Gelände noch verhindert werden konnte ist man mit Sinstorf schon eingebrochen. Wie man hörte, war Sinstorf nur ein Versuchsballon. Hier wird wieder deutlich, dass bewusst die Belegschaft auseinandergerissen werden soll.

Erst einmal hat man das Werk in verschiedene Center aufgeteilt, die eine geschäftliche Teilselbständigkeit haben. Sollte man sich von einen dieser Center trennen wollen, wäre dies fast ohne eine Vorankündigungszeit möglich. Jetzt wird auch noch die Belegschaft auseinandergerissen. Sollten wieder einmal Ausgründungen modern werden, braucht die Führung kaum mit gemeinsamen Aktionen der Belegschaft zu rechnen. Man sieht ja, wie viele am liebsten die CTS hier weg haben möchten. Kaum einer sieht unter den Beschäftigten der CTS noch seinen Kollegen. Wenn aber unsere Kollegen erst einmal an einem anderen Ort arbeiten, wird dieses Zusammengehörigkeitsgefühl noch schneller nachlassen.

Warum soll die Rohrleitungsfertigung an einen anderen Ort verlagert werden? Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste, weil es kein Platz im Werk gibt -CTS zieht (noch) nicht aus- und neue Maschinen für die Pedalfertigung aufgestellt werden müssen. Zum zweiten, weil die Rohrleitungs­fer­tig­ung noch Produktionsumfänge hinzubekommen soll. Im Gespräch ist die Fertigung von Rohrleitungen für die A-Klasse, die zurzeit von einem Fremdanbieter gefertigt werden und eventuell die Umfänge der Sindelfinger Rohrleitungsfertigung. Sieht man diese Ausgliederung rein aus wirtschaftlicher Sicht könnte man dafür Verständnis aufbringen. Sieht man aber, dass wir immer weiter aufgespalten werden, ist diese Auslagerung absolut zu unseren Ungunsten.


    Zerstreuter Professor


Hast Du denn schon einen Mieter

zurück

Mittlerweile haben alle mitbekommen, dass der Neubau Halle 14.0 gestoppt ist. Es ist festgestellt worden, dass die CTS gar nicht die nötige Miete bezahlen kann (oder will?). Wer uns ein fehlerfreies Arbeiten anhand von MPS beibringen will hat sich hiermit der Lächerlichkeit Preis gegeben. Ein Blick in die Methoden und schon hätte man sich diesen Lapsus erspart! Planen, prüfen, handeln!


Werdegang einer zweifelhaften Betriebsvereinbarung



















zurück

Zum Jahresende 2000 lief die Standortvereinbarung (Horrorkatalog) aus, was nicht heißt, dass alle Vereinbarungen vom Tisch sind. Im BR war man sich einig, dass diese Vereinbarung keinen Nutzen für die Belegschaft gebracht hatte. Wir haben viel gegeben, vor allem die gewerblichen Kollegen haben überdurchschnittlich geblutet.

Auch wurde vom BR die Vereinbarung zur Arbeitnehmerüberlassung gekündigt, so dass zum 1.1.2001 keine Leihleute mehr im Werk beschäftigt werden durften.

Nach Aussagen des GBR und unseres BR-Vorsitzenden galt es schon ab Mitte des Jahres 2000 als sicher, dass es keine neuen Verhandlungen zu einer weiteren Standortvereinbarung geben wird. Wir glaubten was uns unser Vorsitzender sagte. Aber nicht lange dauerte die Freude!

Es wurde dem Gremium mitgeteilt, dass der Personal-Bereich zu einem Gespräch gebeten habe. Trotz unserer Warnung ging der BR auf das Gespräch ein und siehe da, wir hatten einen neuen Entwurf einer Betriebsvereinbarung auf dem Tisch.

Nur hieß es jetzt nicht mehr Standortvereinbarung, sondern "Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit Werk 68". Die Katze war aus dem Sack. Der BR bastelte eiligst eine Gegenforderung. Über das Ergebnis wird im Anschluss berichtet.

Obwohl der P-Bereich rechtzeitig wusste, dass die alte Vereinbarung auslief, bat er um zwei Monate Aufschub, um Zeit genug für Verhandlungen zu einer neuen Vereinbarung zu haben. Unser BR gewährte großzügig diese Fristverlängerung. Dafür worden ein paar Einstellungen eingehandelt. Anstatt mit dem Verhandlungsausschuss diese Verhandlungen zu führen, machte dies der Betriebsausschuss. Warum wohl?

Die Verhandlungen zogen sich bis Mitte Februar hin. Der BR hatte eine günstige Verhandlungsposition, dennoch war er nicht bereit, seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Wie alle wissen, brummt es in fast allen Bereichen.

Es kam mal wieder kaum für die Belegschaft heraus. Leider wurden wenig Gegenforderungen gestellt, bzw. noch weniger durchgesetzt. Wir fragen: „Warum das alles?“

Warum wurde so schlecht verhandelt?

Aus guten Gründen haben wir gegen diese Vereinbarung gestimmt.


Rahmenvereinbarung zur Erhaltung und Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit des Werkes Hamburg











































zurück

Die letzte Vereinbarung hieß schlicht "Standortvereinbarung" und wurde von uns „Horrorkatalog“ genannt. Das jetzige Vereinbarungspaket hat zwar viele Schrecken, wie z.B. Kürzungen bei den Tariferhöhungen nicht, dennoch werden wir immer wieder mit ihr konfrontiert werden.

Hauptgegenstand dieses Paketes ist die Regelung der Beschäftigung von Leihkräften und Befristeten. In der alten Vereinbarung waren 100 Befristungen (Leih- und befristete Beschäftigungen) festgeschrieben worden. In der neuen Vereinbarung sind es in Summe aber schon ca.180 Befristungen. Jeder weiß, dass aus den vormals 100 Vereinbarten in Spitzenzeiten locker über 300 geworden waren. Wer jetzt die 180 Befristungen als geringer empfinden sollte müsste erst einmal beweisen, dass dies jetzt besser kontrolliert und eingehalten werden kann, zumal auch noch unterschiedliche Kontingente berücksichtigt werden müssen.

Die Anzahl der befristet Beschäftigten richtet sich nach den Beschäftigtenzahlen der operativen Planung. Im direkten Bereich (z.Z. 1468 Beschäftigte) sind 10% vereinbart, im Verhältnis 3,5% Leihkräfte und 6,5% befristet Eingestellte. Im indirekten (z.Z. 341 Beschäftigte) sind 5% vereinbart, je 2,5%. Bei den Angestellten (z.Z. 556 Beschäftigte) sind 2% vereinbart, je 1%. Aus dem Durchschnitt der Befristungen werden 20% Neueinstellungen vorgenommen.

Der Bereich Logistik wurde ausgeklammert, in dem momentan sehr viele Leihkräfte tätig sind. Auch Urlaubsaushilfen werden nicht gezählt. Die Kollegen aus den Leihfirmen arbeiten für einen weit geringeren Lohn als wir, auch die befristet eingestellten Kollegen bekommen nicht gerade die AW’s in den Arsch geblasen, sondern bekommen nur Einstellungslöhne. Daraus ist ersichtlich, da die Firma gleiche Arbeit auch für weniger Geld und Risiko bekommt, stehen unsere Löhne ständig unter Druck.

Zweiter Hauptpunkt der Verhandlung war eine Lohnabsicherung, genannt Spiegelregelung. Dieser Punkt wurde ganz groß herausgestellt. Doch diese Regelung gilt nur, wenn sich die Arbeitsplätze auf Grund von MPS-Maßnahmen ändern oder wegfallen. Zuerst wurde die Spiegelregelung so dargestellt, dass der Augenblickliche Lohn solange abgesichert wird, wie der Kollege im Werk ist. Dies ist leider nicht so. Spigelregelung bedeutet, dass der Lohn nach dem persönlichen Werdegang in die Zukunft gespiegelt wird. So viele Jahre wie der Lohn aus der Vergangenheit höher als der herabgesetzte Lohn ist läuft ein Lohnausgleich zum neuen niedrigeren Lohn. Somit wird auch eine eventuelle ungerechte Beurteilung aus der Vergangenheit in die Zukunft projiziert. Besonders fatal empfinden wir, dass hier ein Nachteil gegenüber der alten Lohnabsicherung eingebaut wurde, die Mindestabsicherung beträgt nur noch maximal 24, statt sonst 36 Monate.

Wie jedes Jahr ging es auch diesmal wieder um die Vereinbarung von Sonderschichten. Anfangs wollte die Firma 20 Sonnabende zur freien Verfügung für Sondermaßnahmen haben. Dies wurde abgelehnt. Doch nun sind insgesamt 15 feste Sonderschichten vereinbart (einige haben schon stattgefunden) und 9 optionale. Optional bedeutet, dass diese Schichten bei Bedarf der Abnehmerwerke ohne neue Verhandlungen eingesetzt werden können. Wer in einem stark betroffenen Bereich arbeitet, hat nur noch jedes 2.Wochenende frei.

Die Lohnabsicherung gehört eigentlich zu einer Rahmenvereinbarung zur MPS-Umsetzung im Werk Hamburg. Diese Vereinbarung ist noch nicht fertig. Dennoch ist dieses Paket schon unterschrieben worden. Voraus eilender Gehorsam? Was dabei heraus kommt werden wir spätestens nach dem 30.6.2001 sehen, dann muß diese Vereinbarung abgeschlossen sein.

Weiter gehört zu diesen Paket eine Betriebsvereinbarung zur Modifikation der Berufsausbildung im Werk Hamburg. Hier wird fest geschrieben, dass in diesem Werk 4 kaufmännische Auszubildende und 24 technische Auszubildende pro Ausbildungsjahr ausgebildet werden. Die kaufmännische Ausbildung wird ab 2001 bedarfsgerecht modifiziert. Die Aussage des Vorstandes zu Übernahme hat nun auch im Werk Hamburg Bestand. Hier zeichnet sich ab, wie verkommen in einem florierenden Unternehmen mit der Zukunft unserer Jugend umgegangen wird. Es ist beschämend, dass hierüber Verhandlungen stattfinden mussten.

Geregelt wurde auch der Umgang mit Zeitgutschriften bei Qualifizierungsmaßnahmen und Teamentwicklung an Samstagen. Bei Qualifizierungsmaßnahmen hat eine Zeitgutschrift bis maximal der täglichen Arbeitszeit zu erfolgen, die Mehrarbeitszuschläge erfolgen ebenfalls als Zeitgutschrift. Eine Auszahlung ist ausgeschlossen. Für Teamentwicklung erfolgt auf „Wunsch“ eine Zeitgutschrift, ohne Mehrarbeitszuschläge. Wir sind gespannt, wer es wagt, sich gegen den Willen seines Chefs, diese Zeitgutschrift zu holen.

Der Passus aus dem „Horrorkatalog“, dass Zeitguthaben in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen eingebracht werden soll, ist für die Laufzeit der Vereinbarung ausgesetzt wurden. Dies grenzt an einer Schmierenkomödie! Fast alle Forderungen der Werkleitung worden erfüllt, aber hier ist die Werkleitung nicht von ihrem Plan abgewichen, unsere Qualifizierung, die wir für diese Arbeit hier erwerben auch noch auf zu unseren Lasten zu verbuchen.

Der Punkt, einen Meister für die Wochenschicht-Betreuung einzusetzen, ist zugunsten einer Untersuchung, die wohl neue Meisterstellen schafft, aufgegeben worden. Es wird ein Betreuungsplan aufgestellt.

Nach jahrelangen Forderungen, dass die D-Schicht eine Schicht ist und mit Leuten besetzt werden muss begibt man sich endlich auf den Weg. Es werden hierfür in der Instandhaltung speziell Einstellungen vorgenommen, die in Zukunft diese Schicht betreuen werden. Da man sich aber nicht traut hier mehr Einstellungen vorzunehmen müssen auch weiter Kollegen Überstunden zur Betreuung der Wochenendschicht leisten.

Der leichteste Punkt, einen Plan für die Nachtschichtverlegungen zu erstellen, dauerte auch recht lang. Genauso, wie die nicht rechtzeitige Information über die Sonderschichten. Der Aushang kam viel zu spät heraus. Aber mit den Kollegen kann man es ja machen. Es gibt ja Leute hier, die meinen, dass wir froh sein können hier arbeiten zu dürfen. Denkt daran und sagt auch immer schön „BITTE“. Oder etwa nicht?


Neue Meister



zurück

Center L hat zwei neue Meister bekommen. Wir hoffen, dass jetzt auch in der Spätschicht ständig ein Meister als Ansprechpartner vorhanden ist. Die Kollegen haben wenig Lust, ständig in der Spätschicht Meisteraufgaben zu übernehmen.

Außerdem wünschen wir den beiden eine glückliche Hand in der Personalpolitik und hoffen, dass sie die Betriebsvereinbarungen und die Tarifverträge zu ihren Leitbild machen werden.


Alkohol am Arbeitsplatz



zurück

Alkohol am Arbeitsplatz ist verboten! Das heisst aber nicht, nun könne jeder Kollege bei Verdacht auf Alkoholkonsum zum Test geschickt werden. Die Rechtslage ist klar. Diese Test sind freiwillig. Anders lautende Aussagen von Vorgesetzten stellen eine Nötigung dar. Besser ist es, das Werk bei Verdacht auf Alkohol kommentarlos zu verlassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren. Bei eventuellen nachfolgenden Personalgesprächen immer ein fähiges BR-Mitglied hinzuziehen.


Gruppenarbeit









zurück

Die Gruppenarbeit ist das Rückgrat von MPS. Solchen Aussagen begegnet man nicht nur beim Betriebsrat, dennoch ist festzustellen, das in vielen Bereichen zwar die Vorteile für die Firma genutzt werden, die Vorteile für uns aber unter den Tisch fallen. So hat man extra die Vorarbeiter und Einrichter abgeschafft, weil diese Aufgaben auf alle Gruppenmitglieder verteilt werden sollten. Das war auch häufig der Grund, dass es bei Einführung von Gruppenarbeit mehr Arbeitswerte gab, da auch höher wertige Aufgaben von anderen wahrgenommen werden durften. Sieht man sich aber in der Halle 14 um, will man dort Teamarbeit machen und in der Achsfertigung betreibt man Systemarbeit mit Systemführern. Die Aussagen, dass hier die Gruppen zu groß sind, ist wenig glaubwürdig, denn der Centerleiter hatte unter anderer Führerschaft (Roter Meyer) noch vollmundig getönt, dass er in seinem Bereich 100% Gruppenarbeit eingeführt hätte. Wie man sieht, sind die Seiten von Betriebsvereinbarungen, die uns Kollegen etwas bringen, wohl doch mehr rhetorisch gemeint.


KVP-Werkstatt





zurück

KVP-Werkstatt

In Halle 4 ist eine KVP-Werkstatt eingerichtet worden. Im MPS nimmt KVP in allen Bereichen eine wichtige Rolle ein, schließlich soll die Produktion billiger, das heißt auch schneller und ohne Fehler erfolgen. Das betrifft natürlich nicht so teure Projekte, da kann man schon mal Fehler machen. Um Euch bei Laune zu halten sollen eure Verbesserungsvorschläge schnell umgesetzt werden. Achtet aber darauf, ob es euch nützt. In allen Dingen geht die Firma nur von ihren Interessen aus, wie man auch wieder an der letzten Rahmenvereinbarung erkennen kann.


Arbeit, die krank macht













zurück

Arbeit, die krank macht

In Halle 11 ist ein Fall von Mobbing bekannt geworden. Dieser Fall ist bekannt und wird im Bereich offen diskutiert. Es gibt sicher viel mehr solcher Fälle im Werk. Es ist sehr schwer, gegen Mobbing vorzugehen, weil oft Vorgesetzte dieses Spiel spielen. Es gibt viele Formen von Mobbing. Im direkten Bereich bekommen die Kollegen z.B. die unangenehmste Arbeit, werden geschnitten, unter Druck gesetzt und bekommen nicht die ihnen zustehenden AW’s. Im indirekten Bereich bieten die sogenannten Leistungsbeurteilungen neben anderem immer wieder die Chance einem unbeliebten Mitarbeiter eins auszuwischen. In letzter Zeit hatten besonders die Kollegen die aus der Instandhaltung in die Produktion als „Produktionsinstandhalter“ (PI’s) geschickt worden waren, unter dem vielfältigen Druck von Vorgesetzten zu leiden. Meistens hatten die PI’s keinen direkten Vorgesetzten, so dass sich alle Meister des Bereichs berufen fühlten, sie für den Tag mit Arbeit auszufüllen. Das konnte nicht gut gehen. Zwei Kollegen sind richtig krank geworden, mehrere stehen (standen) kurz davor. Jetzt wo die Instandhaltung Leute für die D-Schicht-Betreuung sucht, bewerben sich diese Kollegen für diese Stellen. In Vorgesetzten kreisen ist man entsetzt, hier wollte man doch endlich mal dafür sorgen, dass jüngere Leute in ihren Beruf reinwachsen können. Wir sind bestürzt, dass die Problematik der PI’s eigentlich immer noch nicht begriffen worden ist und fordern alle Verantwortlichen auf, diesen Zustand sofort zu beenden und alle PI’s wieder in die Instandhaltung zurück zu holen. Das PI Projekt ist gescheitert, da es hierfür nie ein vernünftiges Konzept gab!


IM ALTER SOZIALHILFE ??










zurück

Kurz vor den Wahlen nannten die „Sozialdemokraten“ die Pläne des damaligen Arbeitsministers Blüm unanständig, und was ist heute?

Nach den jetzigen Plänen des Arbeitsministers Riester würde die Standardrente bis zum Jahr 2030 auf 64% sinken. Dennoch spricht die Gewerkschaft von 67%, obwohl man hier eine ganz andere Berechnung zu Grunde legt. Das kennen wir ja schon von der Lohnfortzahlung, obwohl sich die Berechnungsgrundlage geändert hat, spricht man von 100% Lohnfortzahlung. Wenn man bedenkt, dass zu der Zeit die Kollegen bereit waren die echte 100% Lohnfortzahlung zu verteidigen, hat man es diesmal eher weniger mobilisiert, um nicht wieder die Massen zurückholen zu müssen. Viele junge Menschen werden erst viel später begreifen, was hier eigentlich abgeht! Die wenigsten werden bis zu ihrem Ruhestand durchgehend in Arbeit sein. Viele werden auf Leiharbeit und befristete Beschäftigungen mit Einstelllöhnen zurückgreifen müssen. Wir glauben, die Gewerkschaft spekuliert darauf, Vermittler der anzulegenden Rentenfonds zu werden. Die Regierung macht diese Rentenfonds von Tarifverträgen abhängig. Wir werden mal abwarten, ob unsere jetzige Betriebsrente da nicht in einen gefährlichen Sog gerät.

Aus dem „Innenspiegel“ aus Mannheim:



Verlierer sind, wie heute schon üblich in diesem Staat, die arbeitenden Menschen.







zurück

Verlierer sind, wie heute schon üblich in diesem Staat, die arbeitenden Menschen.

Denn nicht nur die Rente soll drastisch gesenkt werden, auch ist der Ausstieg aus der paritätisch finanzierten Rente beschlossene Sache. Ausgerechnet die Sozialdemokraten machen hier ganz ungeniert die Politik des Großkapitals, dem die milliardenschweren Rentenkassen schon lange ein Dorn im Auge sind, weil sie bis dahin keine müde Mark daran verdient haben. Die Arbeitgeber verabschieden sich aus der paritätisch ( Arbeiter und Arbeitgeber zahlen je zur Hälfte in die Rentenkasse) finanzierten Rente zu Lasten von Arbeitern und Angestellten. Durch die erzwungene private Altersabsicherung, die den Beitragszahlern auferlegt wird, beginnend im nächsten Jahr mit 0.5% und sich bis Ende 2008 auf 4% des Bruttoeinkommens steigernd, soll dann nach den Plänen des Bundesarbeitsministers von der gesetzlichen Rente wieder abgezogen werden. Verdienen werden daran Banken und Versicherungen. Keiner sollte glauben, daß es dann bei diesen 4% bleibt. Ist der erste Schritt einmal getan, werden diesem weitere folgen.

Der Staat wird sich dann so nach und nach aus der gesetzlichen Rentenversicherung verabschieden und die Menschen den Banken und Versicherern in die Hände treiben. Ungewiß ist allerdings auch, was es dann bei den privaten Versicherern am Ende eines Berufslebens noch gibt, wenn die wirtschaftliche Lage einmal nicht mehr so gut sein sollte. Zweimal schon waren in der Geschichte Deutschlands die privaten Versicherer Pleite, nach der Weltwirtschaftskrise 1929/30 und nach dem 2 Weltkrieg, während der Staat eine wenn auch noch so kleine Rente ausbezahlen konnte. Deshalb ist es unverständlich, wenn ausgerechnet eine sozialdemokratische Regierung, die nach eigenen Worten die Verteidiger des kleinen Mannes sein will, sich so dem Kapital anbiedert und auf die berechtigten Interessen der Bevölkerung pfeift.




Wenn man es so betrachtet, sind wir doch recht erfolgreich



Am 20.März findet in der Halle 12 die nächste Betriebsversammlung statt!


zurück



Home


Archiv

ältere Ausgaben

Home