alternative, kreative Betriebsräte für die Kolleginnen und Kollegen des Mercedes Werkes Harburg

 

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 Schlaglichter 4 Jahre im Rückblick

Der Ursprung des Übels  Zukunftssicherung

Der Ursprung und der Verkauf an Rechten und Einkommen haben ein Datum, den 23.07.2004, an dem „für uns“ eine „Zukunftssicherung“ abgeschlossen wurde. Der Grund hier­für war, dass der Vor­stand 10.000 Ar­beits­­plät­ze in Sindel­fing­en abbauen und die E-Klasse nicht mehr in Stuttgart produzieren wollte. Parallelen zu heute, bei der Verlager­ung der C-Klasse, drän­g­en sich auf. Wir be­richteten von dieser Nie­derlage.

Ausgaben: alternative 09/2004 01/2006 07/2007

Zukunftssicherung, genannt

ZuSi 2012“

Viele Kolleginnen und Kollegen beruhigte diese Verein­barung, sie verbanden damit die Hoffnungen und Erwart­ungen auf einen sicheren Arbeits­platz.

Das Ergebnis sah aber eher aus wie wir euch die Verein­barung schilderten.

Ein Programm zum Lohnverzicht, verbunden mit ein­­em Stillhalteabkommen zum Arbeitsplatz­ab­bau.

Lohnsenkung von 2,79 %

ERA-Erhöhung statt 2,79% nur 1,5 %

Sozialpläne bei Verlagerung und Zentralisierung

Dienstleitertarifvertrag, oder Fremdvergabe

Bezahlung Leihmenschen nach DC Move



Die Voraussetzungen, ERA zu unseren Ungunsten einzuführen, wurde schon hier geschaffen

Durch NewManageMent und Powertrain wurde unser Werk von Entscheidungen abgekoppelt.

Durch die Möglichkeit der Kostensenkung und den Dienstleistungstarifvertrag wurde bei uns kein Arbeitsplatz erhalten. Alle Tätigkeiten wurden rigoros fremd vergeben.

Ereignisse der letzten Betriebsratsperiode

Smart-Achse

Kaum waren die Betriebsratswahlen gelaufen, sollte die Smart-Achsfertigung an Krupp gehen. Nachdem wir die Kollegen informiert hatten und diese sich beim Betriebsrat beschwerten, kam Druck auf den Kessel. Die Achse wurde im letzten Moment durch fast 5 Euro Subvention pro Achse, vom Werk Hamburg getragen.

Ausgaben: 06/2008

Nockenwelle

Die IHU-Technik ist in Hamburg entwickelt worden. Aufgrund von Zuteilungen von Produkten an die Werke ging die Nockenwelle nach Berlin.

New Management Model (NMM) alternative 2/2006 11/2007 Daimler Workers News

Nach der Wahl wurde wohl eine der größten Umstruk­tur­ier­ungen bei Daimler umgesetzt. Wir waren von NMM durch die Neuordnung in Powertrain betroffen. Hierbei ist Werk Hamburg Untertürkheim untergeordnet.

Alle Führungspositionen wurden in Stuttgart ange­sie­delt.

Die Eigenständigkeit unseres Werkes wurde von Entscheidungen abgekoppelt.

Die „ZuSi 2012“ bot die Voraussetzungen zur Schaffung von Sozialplänen. Aufgelöst bzw. zentralisiert wurden unter anderen:

Lohn- u. Finanzbuchhaltung, Rechnungsprüfung, IT, Personalwesen, produktiver/nichtproduktiver Einkauf.

Durch den Stellenabbau wurde die Arbeit auf die ver­blie­benen Kolleginnen und Kollegen verteilt.

ERA-Einführung

Durch die Absenkung der Löhne um 2,79 % (ZuSi) und bei der Einführung nur eine Anhebung von lediglich 1,5 % waren die finanziellen Voraussetzungen schlecht.

Den grundsätzlichen Fehler bei der Bewertung in ERA stellen die Standardaufgabenbeschreibungen dar. Diese ersetzen nicht die Stellen- und Arbeitsplatz­beschrei­bung­en, da die Arbeitsaufgaben nicht im Arbeitsablauf be­schrie­ben werden. Die Rekla­mationen können nicht er­folg­reich sein, da der Bezug zur eigentlich geleisteten Arbeit mit den Standard­auf­ga­benbeschreibungen nicht hergestellt werden kann.

Es ist durch ERA nicht erreicht wurden:

·        Eine Gleichstellung der Arbeiter und Angestellten

·        Ein wirklich verlässliches Lohneingruppierungsverfahren

Das Unternehmen hat erreicht:

·              Einseitige, teilweise offensichtlich falsche Zuteilung der Eingruppier­ung

·              Absenkung der einfachen Arbeiten,  -  Verschleiert durch den TIB

Die Aussage: „Keiner verliert einen Cent!!!“ …ist leider auch falsch

Ausgaben: 11/2006 04/2007 07/2007 11/2007 06/2008

Achswerk Nord

Die Hinterachse der A-/B-Klasse wird nach Kecskemét/Ungarn verlagert. Das macht ca. 300 Arbeitsplätze aus. Hier gab es keine Kämpfe um die Arbeitsplätze. Im Gegenteil, es wurde informiert: „Werkleitung und BR haben das Werk gerettet!“ – doch handelt es sich insgesamt um eine Neuordnung der Achs­fertigung. Obwohl die Achsen der A-/B-Klasse schon „bezahlt“ waren, gestand der BR der Firma weitere Flexibilisierung zu. Ergebnis: Wir werden im Nordverbund die C-Klasse Achsen für Bremen bauen. Dabei ist jetzt schon absehbar, dass die Achsen für den SL mit nach Stuttgart gehen, wenn der SL dorthin verlagert wird.

Ausgaben: 10/2008

Krisenbewältigung: Kurzarbeit, Arbeitszeit- und Lohnkürzung

Krisenbewältigung wurde auf unsere Schultern abgewälzt. Obwohl Daimler echt fette Gewinnjahre hatte, durften wir keine Reallohnerhöhungen erkämpfen. WIR wer­den weiter voll zur Kasse gebeten! Erst durch Block­pau­sen, dann durch Ent­las­sung unserer Leihkol­leg­innen und –kollegen. Danach durch Kurz­­ar­beit und zu schlech­­­ter Letzt durch Ar­beits­zeit- und Lohn­kür­zung. SO wird man der Krise nicht Herr!

Erst wenn alle gut verdienen, können Autos gekauft werden.



Das passt nicht!

Arbeitszeitverkürzung und Lohnkürzung, dennoch Son­der­schichten und Mehrarbeit.

Ausgaben: 04/2009 Daimler Workers News 07/2009 11/2009

Sondern:

Rückführung in die Normalarbeitszeit und ungekürzten Lohn!

Verlagerung C Klasse

Hier zeigt der Vorstand deutlich, was wichtig ist: Die Ausrichtung auf die Gewinne und nicht auf die Sicherung der Arbeits­plät­ze. Und das, obwohl man von uns gerade 4 Milliar­den Euro Ein­spar­ungen erpresst hat.

2004 konnte die E-Klasse im­mer­hin noch in Sindel­fing­­en gehalten werden. Bei der Aus­ein­an­der­setzung um die C-Klasse ist das nicht gelungen. Nicht, weil die Kollegen nicht genügend ge­kämpft hätten, son­dern weil wieder zu schnell ein Kompromiss geschlossen wurde.

Für Sindelfingen wurde die neue „ZuSi 2020“ vereinbart, die anderen Wer­ke können sehen, wo sie bleiben. Die Zukunfts­sich­er­­ung 2012 hat nicht einmal bis zum Ende ihrer Laufzeit gehalt­en. Diese war wenig­st­ens noch für alle deutsch­­en Werke gültig. Ausgaben: 12/2009

Halle 21

Gebäude 21 kommt, welch´ ein Glück für unseren Standort!

Ein richtig innovatives Vorgehen unserer Firma. Wir sind alle davon überzeugt das bringt uns nach vorne.

Der Preis ist hoch, es kostet uns ca. 150 Arbeitsplätze.

Und wie sieht es mit dem Parkplatzproblem aus?